Altersvorsorgedepot-Rechner
Was aus deinem Ersparten werden kann
Der Rechner zeigt, wie aus einer monatlichen Sparrate über viele Jahre ein Vermögen wird und welchen Anteil daran Zinseszins, staatliche Förderung und Kosten haben.
Gib zuerst ein paar Angaben zu dir ein und verändere dann die Regler. Das Ergebnis rechnet sofort mit, und unter jedem Regler steht, was er bedeutet.
Ein paar Angaben zu dir
Aus deinem Alter ergibt sich, wie viele Jahre du bis zur Rente mit 67 sparen kannst.
Für jedes Kind gibt es bis zu 300 € Kinderzulage im Jahr. Mehr dazu
Dein Sparplan
Geld, das du gleich zu Beginn einzahlst, zum Beispiel Ersparnisse oder ein Geldgeschenk.
Bis 30 € im Monat legt der Staat 50 Cent je Euro dazu, bis 150 € noch 25 Cent. Darüber gibt es keine zusätzliche Zulage. Mehr dazu
Je länger das Geld angelegt ist, desto stärker wirkt der Zinseszins. Mehr dazu
Annahmen
Diese Werte kennt niemand genau. Probier aus, was sich ändert.
So viel wächst dein Geld im Jahr im Schnitt. Breit gestreute Aktienfonds haben langfristig im Schnitt rund 7 % im Jahr erzielt, vor Kosten. Niemand kennt den Wert vorher, deshalb zeigt der Rechner eine Spanne. Mehr dazu
Depot und Fonds kosten jedes Jahr Gebühren. Beim Standarddepot sind höchstens 1 % erlaubt. Mehr dazu
Preise steigen mit der Zeit. Mit Inflation siehst du, was dein Geld später in heutigen Preisen wert ist. Mehr dazu
Ergebnis
- Spanne von ungünstig bis günstig
- Erwartet
- Ohne Zinsen
- Zehn Jahre später anfangen
Bei zehn Jahren Sparzeit oder weniger ist das nicht möglich.
So setzt sich der Betrag zusammen (ohne Inflation)
- Deine Einzahlungen
- Staatliche Förderungnicht eingerechnet
- Erträge durch Zinseszins
- Davon an Kosten abgegangenSo viel mehr hättest du ohne Kosten.
Modellrechnung, keine Anlageberatung und keine Garantie. Kurse schwanken, die tatsächliche Entwicklung kann deutlich besser oder schlechter ausfallen. Steuern sind nicht eingerechnet. BVH StartKapital empfiehlt keine Anbieter oder Produkte. Stand der Förderregeln: Oktober 2026.
Mehr zum Altersvorsorgedepot
Wie funktioniert die Förderung?
Ab dem 1. Januar 2027 fördert der Staat das neue Altersvorsorgedepot mit Zulagen. Für jeden Euro, den du selbst einzahlst, legt er bis zu einem Eigenbeitrag von 360 € im Jahr 50 Cent dazu. Für jeden weiteren Euro bis 1.800 € im Jahr sind es 25 Cent. Wer 30 € im Monat spart, bekommt also 180 € im Jahr. Bei 150 € im Monat sind es 540 €, mehr Grundzulage gibt es nicht.
Für jedes Kind kommen bis zu 300 € im Jahr dazu. Die volle Kinderzulage gibt es schon ab einem Sparbeitrag von 25 € im Monat. Wer den Vertrag vor dem 25. Geburtstag abschließt, bekommt außerdem einmalig 200 € Berufseinsteigerbonus.
Einzahlen kannst du bis zu 6.840 € im Jahr. Was über 1.800 € hinausgeht, wächst genauso mit, bekommt aber keine Zulage. Wer mehr verdient, kann die Beiträge zusätzlich in der Steuererklärung angeben. Das Finanzamt prüft dann, ob sich daraus ein Steuervorteil ergibt, der über die Zulage hinausgeht. Der Rechner berücksichtigt diesen Steuervorteil nicht, weil er vom Einkommen abhängt und für die meisten jungen Menschen keine Rolle spielt.
Grundlage ist das Altersvorsorgereformgesetz. Der Bundestag hat es am 27. März 2026 beschlossen, der Bundesrat hat es am 8. Mai 2026 gebilligt.
Wer bekommt die Zulage?
Die Zulage bekommt, wer in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, dazu Beamte und ab 2027 auch Selbstständige. Für junge Menschen sieht das nach aktuellem Stand so aus:
| Situation | Zulage |
|---|---|
| Schüler ohne Job | nein |
| Schüler oder Student mit Minijob, ohne Befreiung von der Rentenversicherung | ja |
| Minijob mit Befreiung von der Rentenversicherung | nein |
| Auszubildender | ja |
| Werkstudent | ja |
| Student ohne Job | nein |
| Angestellter oder Beamter | ja |
| Verheiratet mit jemandem, der die Zulage bekommt | ja, über den Ehepartner |
Wer heute noch keinen Anspruch hat, kann ihn später bekommen. Die Zulage gibt es für jedes Jahr, in dem die Voraussetzungen erfüllt sind, zum Beispiel ab dem Beginn der Ausbildung.
Rendite und Spanne
Die Rendite gibt an, um wie viel Prozent dein Geld im Jahr im Durchschnitt wächst. Bei Aktien und Aktienfonds schwankt sie stark. Es gibt Jahre mit Gewinnen von 20 % und mehr und Jahre mit Verlusten von 30 % und mehr. Über lange Zeiträume gleichen sich viele Schwankungen aus, garantiert ist das aber nicht.
Der Rechner geht deshalb von einem Durchschnitt aus, den du selbst wählst, und zeigt zwei weitere Szenarien: ein ungünstiges mit 3 Prozentpunkten weniger und ein günstiges mit 2 Prozentpunkten mehr. Voreingestellt sind 7 %. Breit gestreute Aktienfonds, zum Beispiel auf einen Weltindex, haben langfristig im Schnitt rund 7 % pro Jahr erzielt, nominal und vor Kosten. In einzelnen Zeiträumen war es deutlich mehr oder weniger. Garantiert ist das nicht.
Was die Kosten ausmachen
Für Depot und Fonds fallen jedes Jahr Gebühren an. Sie werden in Prozent des angelegten Geldes angegeben. Ein Prozent klingt nach wenig. Über 40 oder 50 Jahre kommt aber viel zusammen, weil die Gebühren jedes Jahr auch die Erträge kleiner machen, die sonst weitergewachsen wären.
Probier es aus: Stell die Kosten einmal auf 0,2 % und einmal auf 1,5 % und vergleiche den Baustein „Davon an Kosten abgegangen“. Für das Standarddepot schreibt das Gesetz eine Obergrenze von 1 % im Jahr vor. Für Depots, die man selbst zusammenstellt, gibt es keine Obergrenze. Günstige ETF-Depots liegen oft deutlich unter 1 %.
Warum die Kaufkraft zählt
Wenn die Preise jedes Jahr um 2 % steigen, kostet ein Einkauf, der heute 100 € kostet, in 50 Jahren rund 270 €. Ein Betrag in ferner Zukunft ist deshalb weniger wert, als er klingt. Der Rechner rechnet das Ergebnis darum auf heutige Preise um, damit du es mit deinem Geld von heute vergleichen kannst. Stellst du den Schalter „In heutiger Kaufkraft“ aus, siehst du den Betrag, der tatsächlich im Depot stehen würde.
Wie hoch die Inflation in Zukunft sein wird, weiß niemand. Die Europäische Zentralbank strebt 2 % an, deshalb ist dieser Wert voreingestellt. Mehr zur Inflation steht in Modul 2.
Wie kommt das Geld im Alter heraus?
Ausgezahlt wird frühestens ab 65. Du kannst wählen zwischen einem Auszahlplan, der das Geld in Raten mindestens bis zum 85. Geburtstag auszahlt, und einer lebenslangen Rente von einem Versicherer. Zu Beginn der Auszahlung ist außerdem eine Einmalzahlung von bis zu 30 % möglich.
Der Rechner zeigt einen Auszahlplan von 67 bis 85 mit gleich hohen Monatsraten. Das restliche Geld bleibt dabei angelegt und wird mit 2 % im Jahr verzinst. Steuern zahlst du erst im Alter. Die Auszahlungen werden mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert, der im Ruhestand meist niedriger ist als im Berufsleben. Die Beträge im Rechner sind deshalb vor Steuern angegeben.
Was passiert, wenn ich vorher an das Geld will?
Das Geld ist für das Alter gedacht. Du kannst es vorher abheben, musst dann aber die Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Eine Ausnahme gilt nach aktuellem Stand für eine selbst genutzte Wohnung oder ein selbst genutztes Haus, etwa beim Kauf oder Bau.
Für Kinder plant der Bund zusätzlich die Frühstart-Rente. Danach zahlt der Staat Kindern vom 6. bis zum 18. Geburtstag 10 € im Monat in ein Depot, beginnend mit dem Geburtsjahrgang 2020. Der Anspruch kann später in ein eigenes Altersvorsorgedepot übertragen werden, automatisch geschieht das nicht. Das Gesetz ist noch nicht in Kraft (Stand: Oktober 2026). Wer heute schon in der weiterführenden Schule ist, bekommt die Frühstart-Rente nicht.
So rechnet der Rechner
Der Rechner ist eine vereinfachte Modellrechnung. Er geht von diesen Annahmen aus:
- Du zahlst jeden Monat denselben Betrag ein. Das Geld wird jeden Monat mit der gewählten Rendite abzüglich der Kosten verzinst.
- Die Zulage wird am Ende jedes Sparjahres gutgeschrieben. In Wirklichkeit kommt sie erst im Folgejahr.
- Die Kinderzulage wird für 18 Jahre gezahlt, der Berufseinsteigerbonus einmal im ersten Jahr, wenn du unter 25 bist.
- Rendite, Kosten und Inflation bleiben über die ganze Laufzeit gleich. In Wirklichkeit schwanken sie von Jahr zu Jahr.
- Die Auszahlung läuft von 67 bis 85, das Restkapital wird mit 2 % im Jahr verzinst.
- Steuern und ein möglicher Steuervorteil aus der Steuererklärung sind nicht eingerechnet.
- Deine Eingaben werden nicht gespeichert und nicht übertragen.